Wie werden die Hypotheken in Spanien im Jahr 2022 aussehen?


Nach einem zweiten Jahr, in dem es aufgrund der Gesundheitskrise zu erheblichen Störungen kam, könnte der spanische Immobilienmarkt angesichts der Einschränkungen, die wir alle hinnehmen mussten, kurz vor dem Zusammenbruch stehen. Ein Blick auf die neuesten Statistiken zeigt jedoch, dass das Szenario viel positiver ist.

Die nationalen und internationalen Verkäufe und Käufe sind derzeit stabil, und am oberen Ende des Marktes sind die Preise in einigen Gebieten sogar gestiegen. Es wird allgemein angenommen, dass die Immobilienpreise im Jahr 2022 im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum steigen werden.

Wie lauten die INE-Daten zu Hypotheken im Jahr 2022?
Nach den jüngsten Statistiken des spanischen Statistikamtes INE liegt der durchschnittliche Zinssatz für Hypotheken in Spanien bei 2,11 % für Hypotheken mit variablem Zinssatz und 2,7 % für Hypotheken mit festem Zinssatz. Es sei darauf hingewiesen, dass etwa ein Drittel der spanischen Hypotheken variabel und zwei Drittel festverzinslich sind und die durchschnittliche Laufzeit 24 Jahre beträgt.

Die Hypothekenzinsen in Spanien sind in den letzten Jahren stabil und auf einem historischen Tiefstand geblieben (der Euribor ist seit 2015 im negativen Bereich). Die Banken haben die Zinssätze für festverzinsliche Hypotheken gesenkt (da sie in der Regel mehr Geld einbringen als variabel verzinsliche Kredite, die vom Euribor abhängen) und befinden sich derzeit auf dem niedrigsten Stand seit 2006.

Üblich sind feste Sätze zwischen 1 % und 1,5 % und variable Sätze zwischen Euribor +1 % und Euribor + 1,5 %. Der Euribor erreichte im Dezember 2021 mit -0,648 % seinen tiefsten Stand in der Geschichte, stieg dann aber wieder auf sein früheres Niveau von etwa -0,55 %. Verschiedene in Spanien ansässige Hypothekenberater meinen jedoch, dass die Hypothekenzinsen im Laufe des Jahres 2022 langsam ansteigen könnten.

Eine Chance für Käufer aus Übersee
Auch die Banken erkennen allmählich den Wert ausländischer Käufer, die in Spanien einen erheblichen Anteil an den Hausbesitzern ausmachen. Angesichts der zahlreichen attraktiven Hypothekendarlehen könnten viele Hausbesitzer in Versuchung geraten, eine neue Hypothek aufzunehmen, was in Spanien früher eher unüblich war.

In den letzten Monaten haben einige Medien berichtet, dass der derzeitige Markt in vielen Teilen Spaniens auf eine Immobilienblase hindeuten könnte, doch diese Behauptung wird von den meisten Analysten zurückgewiesen.

Während die Folgen der Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Immobiliensektor noch nicht ganz klar sind, sei es aufgrund neuer Varianten von Covid und der vorherrschenden Inflation, ist bekannt, dass ausländische Käufer der Schlüssel zur Erholung nach Covid sein werden.

Daher scheint das Jahr 2022 ein günstiger Zeitpunkt zu sein, um von den relativ wettbewerbsfähigen Preisen und den anhaltend niedrigen Zinsen zu profitieren.

Quelle: Fotocasa